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Beziehung aufbauen

Kompass
Kompass

Kurz vor dem Gratstück wird Benni still.

Anna, die Jugendleiterin, fragt leise: „Alles ok?“
Benni gesteht ihr, dass er Respekt hat.

Anna ermutigt ihn: „Du hast solche Stellen schon oft gut gemeistert. Ich bleibe bei dir – und wenn es nicht passt, drehen wir gemeinsam um.“

Benni vertraut Anna, atmet durch und steigt los. Oben angekommen, lächelt er ihr stolz zu.

Was versteht man unter Beziehungsaufbau?

Beziehungsaufbau ist der Prozess, in dem du mit Kindern und Jugendlichen gegenseitiges Vertrauen und eine stabile und respektvolle Verbindung aufbaust. 

Beziehung ist die Basis, mit der du junge Menschen begleiten und fördern kannst: in ihrer persönlichen, sozialen und emotionalen Entwicklung. 

In der Alpenvereinsjugend geschieht das oft in kleinen Momenten: beim Zuhören, beim gemeinsamen Lachen, beim Meistern einer Herausforderung oder im ruhigen Gespräch am Lagerfeuer. 

Als Funktionär*in bist du nicht nur Organisator*in von Aktivitäten, sondern auch wichtige Bezugsperson und Vorbild.

Wie kann beziehungsaufbau gelingen?

Ein aufrichtiges, respektvolles Interesse am Gegenüber ist wesentlich für den Beziehungsaufbau. 

Es zeigt: „Du bist mir wichtig.“ 

Offenes und wertfreies Zuhören trägt dazu bei, dass sich Kinder und Jugendliche verstanden und respektiert fühlen. 

Ermutige Kinder und Jugendliche, ihre Bedürfnisse, Ideen und Gefühle zu äußern. So schaffst du Verständnis und Offenheit füreinander.

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Praxisbeispiele

  • In der Begrüßungsrunde Jede*n mit Namen ansprechen und fragen, wie es geht und was es Neues gibt.
  • Während einer Pause zuhören, wenn ein*e Jugendliche*r von einem Hobby erzählt – und dazu nachfragen.
  • Positives wahrnehmen und direkt ansprechen: „Danke, dass du gerade geholfen hast“
  • Wenn ein*e Jugendliche*r eher zurückhaltend und still ist, ein Gespräch anbieten, ohne aufdringlich zu sein.

Reflexionsfragen

  • Höre ich aktiv zu oder plane ich innerlich schon meinen nächsten Satz?
  • Welche Gesten oder Worte nutze ich, um Wertschätzung zu zeigen?
  • Interessiere ich mich auch für Themen, die mir selbst weniger liegen?

Beziehungen wachsen, wenn du offen, vertrauenswürdig und transparent bist. Dazu gehört auch, authentisch zu sein. 

Das bedeutet, sich und die eigenen Gefühle ehrlich zu zeigen und zu äußern, was man möchte und was nicht. 

Kinder und Jugendliche sollen erfahren, dass sie sich auf dich verlassen können, etwa indem du Zusagen einhältst und sie auch in schwierigen Momenten unterstützt.

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Praxisbeispiele

  • Einräumen, wenn man etwas nicht weiß, und gemeinsam eine Lösung suchen.
  • Zusagen konsequent einhalten, z.B.: „Wir gehen morgen zum See“ – und das auch tun. Sollte eine Aktivität nicht durchführbar sein, den Grund dafür transparent machen.
  • Bei einem Missverständnis gemeinsam besprechen, was schiefgelaufen ist, und klären, wie es besser geht.
  • Offen mitteilen, wenn man etwas nicht möchte.

Reflexionsfragen

  • Halte ich meine Zusagen konsequent ein?
  • Wirke ich für die Gruppe authentisch und nahbar?
  • Wie gehe ich mit Situationen um, in denen ich ein Versprechen nicht halten kann?

Richte den Blick auf das, was die einzelnen Kinder und Jugendlichen gut können, wo sie Fortschritte machen, oder wo vielleicht noch unentdeckte Talente und Ressourcen schlummern. 

Dabei geht es nicht um Leistung, sondern um das Entdecken der eigenen Fähigkeiten. Was kann das Mädchen in deiner Klettergruppe schon gut? Wo kannst du Jugendliche dabei unterstützen, ein Erfolgserlebnis zu haben? 

An die Stärken und Ressourcen von Kindern und Jugendlichen zu glauben - und ihnen das auch zu vermitteln – stärkt nicht nur das gegenseitige Vertrauen und die Beziehung, sondern hilft ihnen dabei, ihre eigenen Kompetenzen zu entdecken.

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Praxisbeispiele

  • Den schüchternen Teilnehmer für seine gute Beobachtungsgabe loben.
  • Ein Kind mit Orientierungssinn als Wegführer*in erproben lassen.
  • In einer Abschlussrunde jede Person eine Sache nennen lassen, die ihr heute gut gelungen ist.

Reflexionsfragen

  • Achte ich mehr auf Fehler oder auf Gelungenes?
  • Wie mache ich Fortschritte sichtbar?
  • Kenne ich die individuellen Stärken aller in meiner Gruppe?

Wichtig ist: 

Beziehungen brauchen Zeit, um sich zu entwickeln und zu wachsen – im eigenen Tempo der jungen Menschen, die mit uns unterwegs sind. 

Sie beruhen immer auf Freiwilligkeit, Geduld und einem passenden Nähe- und Distanzverhältnis. 

Als Leiter*in trägst du gegenüber Kindern und Jugendlichen immer die Verantwortung für eine positive Beziehung-

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Praxisbeispiele

  • Neue Teilnehmende in Ruhe in der Gruppe ankommen lassen, bevor sie Aufgaben übernehmen.
  • Immer wieder Gespräche anbieten und Interesse zeigen, aber den Kindern und Jugendlichen überlassen, ob sie ausführlich antworten wollen oder nicht.
  • Gespräche nicht abbrechen, wenn ein*e Jugendliche*r erst zögerlich spricht.

Reflexionsfragen

  • Gebe ich ausreichend Zeit, um Vertrauen aufzubauen?
  • Erkenne ich Anzeichen, dass jemand mehr Abstand oder Ruhe braucht?
  • Wie gestalte ich Kontinuität in meinen Angeboten?

Warum ist es wichtig, beziehung aufzubauen?

Kompass
Kompass

Wenn ein*e Jugendliche*r nach einer anstrengenden Etappe stolz sagen kann: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich das schaffe“, steckt dahinter mehr als nur körperliche Leistung – es ist das Ergebnis von Vertrauen und Ermutigung. 

Kinder und Jugendliche befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen, in denen sie ihre Interessen, Stärken und ihren eigenen Weg finden wollen. Eine stabile, vertrauensvolle Beziehung zu einer Bezugsperson – wie zu dir als Funktionär*in – kann dabei eine wichtige Stütze sein, besonders in schwierigen Lebenssituationen. 

Solche positiven Beziehungserfahrungen fördern das Selbstwertgefühl, stärken Sozialkompetenz und tragen wesentlich zur Resilienzentwicklung bei.

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