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Freiraum schaffen

Kompass
Kompass

Am Sommercamp gibt es vor dem Essen zwei Stunden freie Zeit. 

In kleinen Gruppen ziehen die Kids los und folgen ihren Interessen.

Aus anfänglicher Langeweile entstehen Fang- und Versteckspiele, ein Staudamm wird gebaut, andere lesen, slacklinen, malen oder chillen in der Hängematte.

Vieles darf – nichts muss.

Was ist Freiraum?

Freiräume sind gestaltbare Räume für Kinder und Jugendliche, in denen sie sich selbstständig ausprobieren und handeln können. 

Je weniger vorgegeben wird, desto mehr Raum bleibt für Kreativität, Selbstbestimmung, Reflexion und Eigenverantwortung. 

Freiräume und Grenzen gehen immer miteinander einher: sie geben den Rahmen für die Gestaltung unserer Angebote vor. 

Wie viel Freiraum möglich ist, hängt mitunter vom Alter, der Gruppenkonstellation, Vorerfahrung oder dem Vertrauensverhältnis ab und wird flexibel angepasst.

Wie kannst du Freiraum schaffen?

Es muss nicht alles durchgetaktet sein: Kindern und Jugendlichen Freiraum zu geben, heißt auch, die gemeinsame Zeit nicht von Anfang bis Ende mit Programm voll zu packen. 

Manchmal ist es auch einfach schön, am See, beim Fluss oder im Wald zu sein, ohne Anleitung oder Aufgabe. Unverplante Zeit ist kein Leerlauf, sondern ein wichtiger Raum für selbst initiierte Aktivitäten und Kreativität. 

Sie gibt Gelegenheit, Neues zu beginnen, sich zu vertiefen oder einfach im Moment zu sein. Kinder und Jugendliche sollen durch unsere Angebote in ihrem eigenen Tempo entdecken können. 

Wenn wir draußen unterwegs sind, ohne feste Vorgaben und mit viel Zeitwohlstand, etwa bei Waldspaziergängen, Kanutouren, Nachtwanderungen oder Biwak im Freien, bieten sich viele Gelegenheiten, die Natur mit all ihren Facetten zu entdecken und wahrzunehmen.

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Praxisbeispiele

  • Nach einer geführten Aktivität eine Stunde zur freien Verfügung lassen.
  • Am See oder auf der Wiese einfach „Freispielzeit“ einplanen.
  • Kleine Impulse geben (Material, Ideen), aber offenlassen, wie sie genutzt werden.

Reflexionsfragen

  • Habe ich genug Zeitpuffer eingeplant, um Freiraum zu ermöglichen?
  • Bin ich in dieser Zeit erreichbar, ohne aktiv zu steuern?
  • Können die Jugendlichen selbst entscheiden, wie sie die Zeit nutzen?

Grenzen vereinbaren bedeutet, Kindern und Jugendlichen klare Orientierung zu geben, ohne ihre Entfaltung unnötig einzuschränken. 

Grenzen sind wichtig, um Sicherheit zu gewährleisten, soziale Werte zu vermitteln und ein respektvolles Miteinander zu ermöglichen. Sie sollten nachvollziehbar, verständlich und situationsgerecht sein, sodass Kinder lernen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. 

Anstatt starre Regeln vorzugeben, ist es hilfreich, Grenzen im Dialog zu setzen und die jungen Menschen dabei zu unterstützen, eigene Entscheidungen innerhalb dieser Rahmenbedingungen zu treffen. 

So entstehen Freiräume, die gleichzeitig Schutz und Entwicklungsmöglichkeiten bieten.

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Praxisbeispiele

  • Vor Beginn vereinbaren: Wo ist das Spielgebiet? Welche Regeln gelten? Wer ist ansprechbar?
  • Altersgerechte Absprachen treffen – z. B. für eine Stunde unbeaufsichtigtes Spielen im Hof.
  • Bei Gruppenfahrten klare Treffpunkte und Zeiten nennen.

Reflexionsfragen

  • Sind meine Regeln klar und nachvollziehbar?
  • Haben alle verstanden, wo die Grenzen liegen?
  • Halte ich mich selbst an die Absprachen?

Gute Umgebung wählen bedeutet, bewusst Orte zu schaffen oder auszuwählen, die Kindern und Jugendlichen ermöglichen, sich frei zu entfalten, zu lernen und zu wachsen. 

Eine inspirierende Umgebung – sei es in der Natur, in einem geschützten Raum oder in einer unterstützenden Gemeinschaft – trägt dazu bei, dass sie sich sicher fühlen und neue Erfahrungen machen können. 

Wichtig ist, dass die Umgebung vielseitig ist, Möglichkeiten zur Bewegung, Entdeckung und Reflexion bietet und den individuellen Bedürfnissen der Gruppe entspricht. 

Eine gute Umgebung fördert Kreativität, Eigenständigkeit und ein tiefes Erleben von Gemeinschaft und Natur.

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Praxisbeispiele

  • Vor Beginn vereinbaren: Wo ist das Spielgebiet? Welche Regeln gelten? Wer ist ansprechbar?
  • Altersgerechte Absprachen treffen – z. B. für eine Stunde unbeaufsichtigtes Spielen im Hof.
  • Bei Gruppenfahrten klare Treffpunkte und Zeiten nennen.

Reflexionsfragen

  • Sind meine Regeln klar und nachvollziehbar?
  • Haben alle verstanden, wo die Grenzen liegen?
  • Halte ich mich selbst an die Absprachen?

Freiraum heißt auch, Entscheidungen der Gruppenmitglieder zu akzeptieren – selbst wenn Streit oder ungeplante Wendungen entstehen. 

Deine Rolle als Jugendleiter*in ist es, zu begleiten, ohne zu kontrollieren und dabei für einen sicheren Rahmen zu sorgen.


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Praxisbeispiele

  • Vor Beginn vereinbaren: Wo ist das Spielgebiet? Welche Regeln gelten? Wer ist ansprechbar?
  • Altersgerechte Absprachen treffen – z. B. für eine Stunde unbeaufsichtigtes Spielen im Hof.
  • Bei Gruppenfahrten klare Treffpunkte und Zeiten nennen.

Reflexionsfragen

  • Sind unsereRegeln klar und nachvollziehbar?
  • Haben alle verstanden, wo die Grenzen liegen?
  • Halte ich mich selbst an die Absprachen?

Warum sind freiräume wichtig?

Kompass
Kompass

Kindern und Jugendlichen Freiräume zu ermöglichen, um sich selbst und die eigenen Grenzen zu erproben, sind von großer Bedeutung, da sie die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung stärken. 

Sie bieten die Möglichkeit, eigene Ideen zu entwickeln oder individuelle Interessen zu verfolgen, wodurch Kreativität und persönliche Entwicklung gefördert werden. 

Zudem ermöglichen Freiräume soziales Lernen in Gruppen, indem sie die Zusammenarbeit und Kooperationsfähigkeit unterstützen. 

Nicht zuletzt helfen Freiräume dabei, einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Risiken zu erlernen.

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