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inklusiv handeln

Kompass
Kompass

Für die heutige Tour überlegen sich die Jugendleiterin und der Jugendmitarbeiter eine tolle Auswahlmöglichkeit für die Teilnehmer*innen:

nach dem ersten gemeinsamen Wegabschnitt mit der ganzen Gruppe geht es entweder über den Klettersteig oder über den rollstuhltauglichen Wanderweg zur Hütte. So können alle, je nach ihren Möglichkeiten, ihren eigenen Weg wählen.

Die ganze Gruppe trifft sich oben, wo alle beim Mittagessen ihre lustigen Erlebnisse erzählen.

Was bedeutet inklusion?

Unter Inklusion verstehen wir einen gleichberechtigten und selbstbestimmten Zugang aller Menschen zu allen Lebensbereichen, unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen, Fähigkeiten oder Hintergründen. 

Ziel ist es, eine Umgebung zu schaffen, in der Vielfalt als Bereicherung gesehen wird und Jede*r die gleichen Chancen auf Entwicklung, Bildung und Teilhabe erhält. 

Dies wollen wir in unseren Angeboten berücksichtigen.

Wie kannst du inklusiv handeln?

Wir alle bringen unterschiedliche Bedürfnisse mit. Identifiziere Hindernisse, die eine Teilnahme erschweren könnten, und finde kreative Lösungen. Dazu gehören räumliche, sprachliche, finanzielle, soziale oder organisatorische Barrieren. 

Wichtig ist, dass alle Teilnehmer*innen als vollwertige Mitglieder der Gruppe eingebunden werden. Dafür setzen wir uns aktiv mit den unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnissen in der Gruppe auseinander. 

Alle Teilnehmer*innen in der Gruppe sollen dabei im Rahmen ihrer Möglichkeiten miteinbezogen werden. Erkundige dich nach ihren Wünschen, Ideen und Bedürfnissen– so kannst du alle bestmöglich miteinbeziehen.

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Praxisbeispiele

  • Für Ausrüstung werden Leihmöglichkeiten organisiert, oder Kosten reduziert.
  • Jede*r bringt Wünsche oder Bedürfnisse ein („Ich brauche öfter Pausen“ / „Ich würde gern mehr Verantwortung übernehmen“). Daraus werden gemeinsam Lösungen entwickelt.
  • Informationen werden auch in einfacher Sprache oder mit Bildern bereitgestellt.
  • Treffpunkte werden so gewählt, dass sie barrierefrei und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.
  • Ausschreibungen möglichst offen gestalten: Gezielt auch neue Zielgruppen mit einladen, die bisher nicht bei Angeboten der Alpenvereinsjugend dabei sind.
  • Möglichkeiten zum Schnuppern anbieten.

Reflexionsfragen

  • Welche Barrieren gibt es aktuell in meinen Angeboten?
  • Welche davon kann ich direkt beeinflussen oder abbauen?
  • Wie kann ich die Gruppe dafür sensibilisieren?
  • Welche Bedürfnisse haben meine Teilnehmer*innen?
  • Habe ich alle Kinder und Jugendliche, unabhängig ihrer jeweiligen Voraussetzungen, gleichermaßen einbezogen?

Ziel eines inklusiven Angebotes ist, es so zu gestalten, dass möglichst viele Menschen mit ihren unterschiedlichen Voraussetzungen teilnehmen können. 

Die Angebote sollen dabei individuell an die Situation angepasst werden.

 Transparente Planung, Kommunikation über Anforderungen und Zugänglichkeit helfen, Unsicherheiten zu vermeiden.

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Praxisbeispiele

  • Der Wandertag findet auf Wegen mit möglichst wenig Barrieren statt: es werden z.B. Handbike-, Rollstuhl-, Kinderwagen- und Swisstrack-taugliche Wege gewählt.
  • Es werden günstige Möglichkeiten für Leihausrüstung zur Verfügung gestellt.
  • Bei Spielen und Aktivitäten werden Übungen so gestaltet, dass alle mitmachen können.
  • Gemeinsam Gruppenregeln erarbeiten, in denen festgehalten wird, wie die Gruppe Vielfalt und Respekt sichert.

Reflexionsfragen

  • Wer ist bei meinen Angeboten vielleicht weniger sichtbar oder beteiligt?
  • Welche barrierefreien Angebote kann ich umsetzen?
  • Wie viel Ausrüstung wird für meine geplante Aktion benötigt? Wie hoch sind die Kosten? Gibt es Verleihmöglichkeiten? Kann sich jemand aus der Gruppe die erforderliche Ausrüstung nicht leisten?
  • Gibt es Kinder oder Jugendliche in der Gruppe, die nicht die körperlichen Voraussetzungen für manche Angebote erfüllen? Was kann ich ihnen beim nächsten Mal anbieten, damit sie dabei sein können?

Jede Person bringt eigene Stärken, Interessen und Hintergründe mit.

Ob jemand laut oder leise ist, sportlich oder kreativ, introvertiert oder aktiv: individuelle Unterschiede machen unsere Angebote abwechslungsreicher und lebendig.

In einer wertschätzenden Gruppe haben alle Platz. Diversität wird nicht nur akzeptiert, sondern gefeiert!

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Praxisbeispiele

  • Mitglieder mit speziellen Kenntnissen (z. B. Sprachen, Naturwissen) einbeziehen.
  • Bei der Planung unterschiedliche Ideen sammeln und umsetzen.
  • Gemeinsames Kochen mit Gerichten aus verschiedenen Kulturen.

Reflexionsfragen

  • Welche besonderen Fähigkeiten oder Erfahrungen gibt es in der Gruppe?
  • Wie kann ich diese sichtbar machen und einbinden?
  • Wo könnten wir mehr voneinander lernen?

Warum ist inklusives handeln wichtig?

Kompass
Kompass

Inklusion ist das Leitbild der UN-Behindertenrechtskonvention, zu dessen Umsetzung sich Österreich im Jahr 2008 verpflichtet hat. Es geht darum, allen Menschen die Teilhabe an allen gesellschaftlichen Aktivitäten und auf allen Ebenen zu ermöglichen. 

Der Alpenverein bezieht sich insbesondere auf das im Artikel 30 verankerte Recht auf eine gleichberechtigte Teilhabe an Erholungs-, Freizeit- und Sportaktivitäten, den uneingeschränkten Zugang zur physischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Umwelt, zu Gesundheit und Bildung, sowie zu Information und Kommunikation. 

Das Engagement des Alpenvereins auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft fließt in all diese Bereiche und soll auch weiterhin bestehen und ausgebaut werden. In der österreichischen Bundesverfassung (Artikel 7) ist verankert, dass niemand wegen seiner*/ihrer* Behinderung benachteiligt werden darf. 

Alle Angebote sollen in diesem Sinne von Chancengleichheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung geleitet sein.

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