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NATURBEZIEHUNG STÄRKEN

Kompass
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Die Kindergruppe erreicht den Lagerplatz: eine Lichtung mit einem kleinen Bach.

Neugierig schwärmen alle aus: 
Julia ruft begeistert, als sie einen Feuersalamander entdeckt. Markus stößt auf alte Blechdosen und sammelt sie mit Maria ein. Conny und Alba liegen im Gras und verfolgen lachend die Wolken.

Am Ende spüren alle: Dies ist ein besonderer Ort.

Was BEDEUTET NATURBEZIEHUNG?

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Die Natur als Zuhause erleben – das ist Naturbeziehung.

Sie beschreibt die Verbindung eines Menschen zu Natur, die auf Erfahrungen, Wissen und Werten basiert. Sie umfasst das Erleben, Wertschätzen und Verstehen der natürlichen Umwelt und beeinflusst unser Verhalten ihr gegenüber. 

In der Alpenvereinsjugend verstehen wir uns als Teil der Natur, die es zu schützen gilt. 

Mit einem ökologischen Blick als Leiter*in förderst du Achtsamkeit, Verantwortungsbewusstsein und ein positives Naturerleben.

Wie kannst du NATURBEZIEHUNG STÄRKEN?

Die Wahl des Ortes prägt jede Naturerfahrung. 

Durch achtsames Erkunden der Umgebung sowie der Pflanzen- und Tierwelt entsteht eine emotionale Verbindung zur Natur. Orte für freies Spiel sollten vielfältige und intentionslose Möglichkeiten, wie Klettermöglichkeiten, Bäche, Verstecke etc. bieten, die je nach Interesse genutzt werden können. 

Nutze dabei die Potenziale der Landschaft: Jeder Ort und jeder Zeitraum bietet besondere Naturerfahrungen, z. B. Wälder für freies Spiel, Bäche zum Entdecken oder Jahreszeiten für wechselnde Naturphänomene.

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Praxisbeispiele

  • Einen Platz aussuchen, der zum Erkunden einlädt (Wasserstelle, Wald, Felsgelände).
  • Einen „Lieblingsort“ der Gruppe regelmäßig zu verschiedenen Jahreszeiten besuchen.
  • Touren so planen, dass sie verschiedene Lebensräume erschließen.
  • Mit der Gruppe die spannende Waldlichtung mit Bach und Balanciermöglichkeiten, statt den künstlichen Motorikpark entdecken.

Reflexionsfragen

  • Bieten die von mir gewählten Orte unterschiedliche Möglichkeiten für Erlebnisse?
  • Ist der Ort reich an natürlicher, intentionsloser Struktur?
  • Habe ich sowohl vertraute als auch neue Naturorte im Programm?
  • Fördert der Ort Neugier und Naturvertrautheit?

Das bewusste Wahrnehmen spannender Naturphänomene, Bestimmungsübungen oder Tierbeobachtungen machen nicht nur Spaß, sondern sensibilisieren auch für ökologische Zusammenhänge und verbinden das Erlebte mit Wissen. 

Das kann auch spielerisch erlebt werden: 

Land Art, Klettern, Baumklettern, Staudämme bauen, Naturgeräusche bewusst wahrnehmen oder das Erlernen von Techniken zum Feuermachen oder natürlichen Orientierungsmethoden stärken nicht nur Abenteuerlust und Selbstvertrauen, sondern fördern auch Kreativität, Eigenverantwortung und die Verantwortung gegenüber natürlichen Lebensräumen.

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Praxisbeispiele

  • Auf einer Wanderung oder im Schnee Spuren entdecken und bestimmen.
  • Gemeinsam herausfinden, wie man ein Feuer ohne Feuerzeug entfachen kann
  • Gemeinsam Wolken beobachten: wie kann ich anhand der Wolken erkennen, wie sich das Wetter entwickelt?

Reflexionsfragen

  • Wie fördere ich in meinen Aktivitäten das Staunen?
  • Was ruft bei mir Staunen hervor, und wie kann ich das an die Gruppe weitergeben?
  • Wie vermittle ich Inhalte? Können Kinder und Jugendliche selbst entdecken oder gebe ich ihnen alles vor?
  • Was antworten Kinder und Jugendliche, wenn ich sie frage, worüber sie heute am meisten gestaunt haben?

Du kannst Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, die Natur auf vielfältige Weise zu erfahren. 

Biete in deinen Angeboten die Zeit, um Naturvertrautheit und Interesse zu entwickeln. 

Durch Beobachten, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken förderst du die Aufmerksamkeit für unsere Umwelt und die Tier- und Pflanzenwelt in unserer Umgebung.

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Praxisbeispiele

  • Eine „Geräusche-Safari“ durchführen, bei der die Gruppe bewusst auf Naturklänge achtet.
  • Barfuß den Fluss durchqueren.
  • Gemeinsam Pflanzen oder Tiere bestimmen, die unterwegs entdeckt werden.

Reflexionsfragen

  • Nutze ich Aktivitäten, die alle Sinne ansprechen?
  • Verknüpfe ich Erlebnisse mit Hintergrundwissen?
  • Wie steht es um mein persönliches ökologisches Wissen?
  • Fördern meine Methoden Neugier auf ökologische Zusammenhänge?

Wer Verantwortung übernimmt, fühlt sich der Natur stärker verbunden. 

Eine nachhaltige und partizipative Planung der Angebote sorgt für langfristigen Lernerfolg und kann die Basis für einen umweltbewussten Lebensstil bereiten. 

Deine Angebote ökologisch nachhaltig zu gestalten kann auf vielfältige Weise passieren: Du kannst umweltfreundliche Materialien verwenden, Upcycling-Challenges organisieren oder deine Touren öffentlich planen. 

Beziehe deine Gruppe dabei aktiv in die Planungen ein.

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Praxisbeispiele

  • Bei der Tourenplanung gemeinsam überlegen, wie Müll vermieden werden kann.
  • Projekte wie Nistkästen bauen, Wegabschnitte pflegen oder Müll sammeln.
  • Materialien für Gruppenaktionen bewusst ressourcenschonend auswählen.

Reflexionsfragen

  • Sind meine Angebote so gestaltet, dass sie möglichst umweltfreundlich sind?
  • Beziehe ich die Gruppe aktiv in nachhaltige Entscheidungen ein?
  • Bin ich im Umgang mit Natur ein positives Vorbild?
  • Welche spannenden Abenteuer warten vor der Haustür?

Warum ist es wichtig, naturbeziehung zu stärken?

Kompass
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Eine starke Naturbeziehung ist wichtig, weil sie nicht nur körperliche und psychische Gesundheit fördert, sondern auch Umweltbewusstsein und ökologisches Verantwortungsgefühl stärkt. 

Naturerfahrungen ermöglichen es, sich als Teil der Umwelt zu erleben – mit all der Zugehörigkeit, aber auch Abhängigkeit und Ausgesetztheit, die unser Verhältnis zu ihr prägen. 

Vielfältige Zugänge helfen, das zu ermöglichen: sei es durch Neugier, ökologische Interessen, kulturelle oder sportliche Zugänge, kreatives Gestalten und gemeinsames Erleben. 

So kann jeder Mensch – auf seine eigene Weise – Naturbeziehung aufbauen.

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