5-Finger-Reflexion
Kategorie(n)
Gemeinschaft & Vertrauen, Kinderschutz und Gewaltprävention, Beteiligung & Entscheidung, Gemeinsam planen, Ideen- und Entscheidungsfindung, Gesprächskultur, Austausch & Auswertung , Reflexion, Feedback, Abschluss und Ausblick,Pädagogische Grundlagen
Lernen ermöglichen, Beteiligung ermöglichen, Präventiv arbeiten,Altersstufe
Jugendliche, Junge Erwachsene,Gruppengröße
Situation
Abschluss einer Aktivität
Umgebung
ruhiger Platz
Jahreszeiten
Ganzjährig,Dauer
Material
keines
ziel
Wahrnehmungsabfrage (Reflexion oder Feedback), unterstützt Selbstverortung und den Transfer in den Alltag
Ablauf
Anordnung im Kreis, die Bedeutung der fünf Finger wird vorgestellt (gerne auch kurz auf einem Plakat skizziert), anschließend teilen die Teilnehmenden ihre Impulse ("Was fällt euch dazu spontan ein" / kommt euch dazu in den Sinn?") reihum mithilfe ihrer Finger.
Die Teilnehmenden bekommen vorab Zeit, die Aktion / gemeinsame Zeit, auf die sich die Reflexion bezieht, in Ruhe gedanklich durchzugehen.
Die fünf Finger einer Hand stehen für folgendes (gerne sprachlich abwandeln, sodass das Wording zu euch und eurer Dialoggruppe passt:
👍 Daumen: "Das war top / gut, hat mir gefallen"
☝️ Zeigefinger: "Das habe ich gelernt, das hat mich überrascht, darauf möchte ich besonders hinweisen!"
✋ Mittelfinger: "Das war schwierig, hat mir nicht gefallen." oder, etwas überraschender: "Das stand für mich im Mittelpunkt."
💍 Ringfinger: "Das nehme ich mit, diese Fähigkeit kann ich weiter anwenden, mein Gefühl zu..."
💡 Kleiner Finger: "Das ist zu kurz gekommen, hat zu wenig Raum bekommen, das wünsche ich mir."
Variationen
- kann auch schriftlich durchgeführt werden, z.B. jede*r malt seine/ihre Hand auf ein Blatt Papier und beschriftet diese oder du bereitest eine Riesenhand auf einem Plakat vor, die anschließend von den Teilnehmenden beschriftet werden.
Beachtenswert
- Nicht alle Finger müssen geteilt werden.
- Tiefe vor Vollständigkeit
- Durch die vorgegebene Struktur, die bestimmte Themen ein- bzw. ausgrenzt, hat diese Methode einen begrenzten Anwendungsbereich.
- Passend, um viel über Gedanken, Empfindungen usw. herauszufinden. Gut einsetzbar, wenn Ergebnisse abzusehen sind und Dauer überschaubar bleiben soll.
- Ergebnisse sind solide, aber manchmal etwas oberflächlich.
5-Finger-"B"s
Es können auch andere Bedeutungen für die Hand gewählt werden, beispielsweise die 5-Finger-"B"s.
Dabei überlegen sich die Teilnehmenden, welchen Aspekt sie mit welcher Person der Gruppe besprechen möchten, und notieren sich die fünf "B"s.
Anschließend suchen sie den Dialog zu den jeweiligen Personen, und zeigen ihnen ihre "B"s mithilfe ihrer Finger.
👍 Daumen: Bedürfnisse "Das ist mir wichtig."
☝️ Zeigefinger: konkrete Beobachtung, die ich zeigen kann.
✋ Mittelfinger: Bauchgefühl "Und so geht es mir damit..."
💍 Ringfinger: eigener Beitrag "Damit es besser wird, kann ich ... tun."
💡 Kleiner Finger: Bitte "Ich bitte dich, ... zu machen."
zum Weiterstöbern
Rutkowski, Mart (2015): Der Blick in den See - Reflexion in Theorie und Praxis, 2. Aufl, Augsburg: ZIEL.
5-Finger-"B"s: Diese Abwandlung stammt in Anlehnung an Marshall Rosenbergs Gewaltfreier Kommunikation aus dem Buch:
Friebe, Jörg (2016): Reflektierbar, 2. Aufl, Bonn: managerSeminare.
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