Daumenreflexion
Kategorie(n)
Kinderschutz und Gewaltprävention, Beteiligung & Entscheidung, Gemeinsam planen, Ideen- und Entscheidungsfindung, Gesprächskultur, Austausch & Auswertung , Reflexion, Feedback, Abschluss und Ausblick,Pädagogische Grundlagen
Beziehung aufbauen, Gemeinschaft fördern, Lernen ermöglichen, Präventiv arbeiten,Altersstufe
Alle,Gruppengröße
Kleingruppe (2-8), Mittlere Gruppe (9-20), Große Gruppe (20+),Situation
nach Aktivitäten
Umgebung
flexibel
Jahreszeiten
Dauer
Material
siehe Beschreibung
Ziel
- wahrnehmen & zeigen | benennen & verstehen
- Besonders gut geeignet für KINDER:
- Jüngere Kinder reflektieren vor allem über Körper, Gefühle und Beziehung.
- Die Methode ermöglicht Beteiligung ohne viel Sprache und gibt Sicherheit.
- Ältere Kinder beginnen, Erlebnisse sprachlich zu ordnen. Der kurze Austausch stärkt soziale Kompetenz und Selbstvertrauen.
Ablauf
Die Leitung oder jemand aus der Gruppe stellt eine Frage, die Gruppenmitglieder strecken ihre Faust nach vorne und zeigen ihre Rückmeldung mit dem Daumen auf ein Signal hin gleichzeitig. Dabei bleiben die Augen offen oder geschlossen, je nachdem wie ihr es anleitet.
Diese Methode kann in verschiedenen Situationen angewandt werden:
- Stimmungsabfrage: Zwischendurch könnt ihr ein kurzes Stimmungsbild einholen: z. B. "Wie geht es dir"?
- Daumen hoch: top
- Daumen zur Seite: mittelmäßig / okay
- Daumen runter: schlecht - Entscheidungshilfe / Beteiligung aller Teilnehmenden: z. B. "Sollen wir eine Pause machen?" "Möchtet ihr noch auf den Gipfel gehen?"
- Daumen hoch: ja!
- Daumen zur Seite: mir ist beides recht.
- Daumen runter: nein! - Reflexion: Am Ende einer Aktivität oder eines Tages – bei jüngeren Kindern möglichst direkt im Anschluss – stellt die Leitung eine einfache Frage,
z. B.: „Wie war das für dich?“.
- Daumen hoch: Das hat mir gut gefallen
- Daumen zur Seite: Das war okay
- Daumen runter: Das hat mir nicht gefallen
- Im Anschluss kann ein kurzer Austausch dazu stattfinden, achtet darauf, dass der Daumen als Antwort genügt - Erklärungen dazu können gerne auf freiwilliger Basis geteilt werden.
Variationen
- Auswahl von Gefühlsbildern (z. B. vorbereitete Smileys)
- Durchführung mit geschlossenen Augen, sodass nur die Leitung das Feedback sieht
- Bei Bedarf kann das "Ergebnis" anonymisiert und zusammengefasst von der Leitungsperson präsentiert werden, z. B. "Es gibt Personen, die eine Pause machen möchten, daher legen wir nun eine ein." oder "Die Stimmungslage in der Gruppe ist gerade bei allen sehr gut", etc.
- Wenn ihr durch das Daumenfeedback erfährt, dass es Personen schlecht geht, bietet in einem geeigneten Augenblick ein Gespräch unter vier Augen an.
Beachtenswert
- Nähe, Ruhe und Wiederholungen geben Sicherheit.
- Unterschiedliche Rückmeldungen werden wertgeschätzt und nicht bewertet.
Du hast Feedback, spannende Methoden, Spiele oder Übungen die du gerne teilen möchtest?
Du wünschst dir Werkzeug für bestimmte Situationen in deiner Jugendarbeit?
Schreib uns gerne an jugend@alpenverein.at

