Reflexionsskala & Feedbackmethoden
Kategorie(n)
Gemeinschaft & Vertrauen, Kooperation und Teambuilding, Vertrauensübungen, Kinderschutz und Gewaltprävention, Inklusion, Beteiligung & Entscheidung, Austausch & Auswertung , Reflexion, Feedback,Pädagogische Grundlagen
Beziehung aufbauen, Gemeinschaft fördern, Lernen ermöglichen, Beteiligung ermöglichen, Präventiv arbeiten, Inklusiv handeln,Altersstufe
Alle,Gruppengröße
Flexibel,Setting
Situation vor oder nach einer Aktivität, Tour, Gruppenstunde, Kurs
Umgebung
draußen oder drinnen
Dauer
10 - 30 Minuten
Material
Markierungen für Anfang und Ende der Skala (Steine, Kleidung, Seil,…); eventuell Kärtchen, Stifte, Papier, zwei Boxen.
reflexionsskala
Teilnehmer*innen reflektieren unter verschiedenen Aspekten
Ablauf
- Mit zwei Gegenständen wird der Anfangs- und der Endpunkt einer Skala (1-10) auf einer gedachten Linie markiert.
- Die Länge der Skala wird je nach Gegebenheiten und Anzahl der TN*innen angepasst.
- Die Leitung stellt Fragen und die Teilnehmer*innen positionieren sich mit ihrer Antwort auf der gedachten Linie.
- Leitung fragt nach, warum sich die TN*innen so positioniert haben. Auch ein Austausch zwischen den Teilnehmer*innen ist erwünscht.
Beispielfragen im Vorhinein:
· Wie groß ist die Vorfreude?
· Wie gut bin ich vorbereitet?
· Wie fit fühle ich mich heute?
· Würde ich diese Tour alleine oder mit meinen Freunden gehen?
Beispielfragen Nachhinein:
· Wie war die Tour?
· War alles wie geplant?
· Ausrüstung, alles gepasst?
· Wie risikobereit war ich heute?
· Würde ich das nächste Mal etwas anders machen?
· Würde ich diese Tour alleine oder mit meinen Freunden gehen?
variationen
- Skala nicht von 1-10, sondern mit zwei Gegensätzen leicht-schwer, kalt-warm, Ernst-Spaß,…
- Um Entwicklungen aufzuzeigen, kann die Methode mit der gleichen Frage im Vorhinein und Nachhinein durchgeführt werden.
feedbackmethoden
Eine klar formulierte Frage steht am Beginn all dieser Methoden.
- Metaphern: Sucht eine Kategorie, durch die Gefühle oder Eigenschaften spielerisch angesprochen werden können, z.B. Wetter, Tiere.
- Daumenfeedback: Daumen hoch, Daumen runter oder Daumen zur Mitte – am besten mit geschlossenen Augen. Diese Methode eignet sich auch sehr gut in Entscheidungssituationen, um als Leitung ein Stimmungsbild einzuholen.
- 5-Finger-Feedback:
Daumen: das hat mir besonders gut gefallen
Zeigefinger: da war ich besonders aufmerksam
Mittelfinger: ihr wisst Bescheid ;)
Ringfinger: das nehme ich mit
kleiner Finger: das ist zu kurz gekommen. - Stimmungsbarometer: z. B. visualisiert durch Smileys (funktioniert auch im Zeitverlauf dargestellt)
- Blitzlicht-Runde reihum, z. B. mit 1-3 Stichworten oder 1-2 Sätzen, sodass jede*r zu Wort kommt (oder etwas aufschreibt/symbolisch darstellt)
- Darstellung von Rollen und Stärken, z. B. mit Natursymbolen.
- Schatzkiste und Mistkübel: Positives und negatives Feedback wird jeweils eingeworfen (metaphorisch oder als Zettel in vorab gestaltete Boxen).
- Gemeinsam gestaltetes Bild: z. B. als Rückblick oder mit Wünschen: dafür könnt ihr beispielsweise eine große Papierrolle auf einem Tisch ausrollen, eine kurze Runde machen in dem jede*r kurz erzählt und dann zu Malen beginnt.
- Sternenfeedback: Für manche Personen ist es angenehmer, Feedback ohne Blickkontakt zu geben. Die Teilnehmer*innen legen sich dafür auf den Boden, in der Mitte bilden die Köpfe einen Kreis, die Füße zeigen aus dem Kreis heraus, sodass sich ein Stern bildet. Bei Personen die sich noch nicht gut kennen, kann man das Ganze auch umdrehen (Füße in der Mitte, Köpfe zeigen nach Außen).

beachtenswert
- Reflexion bedeutet, über sich selbst, über andere oder etwas kritisch nachzudenken. Durch Erfahrungen und deren Reflexion passiert Entwicklung.
- Es ist wichtig, Möglichkeiten zum Austausch zu schaffen, durch die sich alle in einem geschützten Rahmen äußern können.
- Mit einfachen Skalierungsfragen und kurzen Reflexionen gebt ihr den Teilnehmer*innen unterwegs die Chance, zu verschiedenen Themen Feedback zu geben und Bedürfnisse oder Gefühle mitzuteilen. Sucht bei Bedarf den persönlichen Kontakt zu den Teilnehmer*innen, um genauer nachzufragen.
- Rituale geben Sicherheit => ihr könnt eure(n) Feedback-Favoriten als fixen Bestandteil in eure Aktivitäten einbauen.
Du hast Feedback, spannende Methoden, Spiele oder Übungen die du gerne teilen möchtest?
Du wünschst dir Werkzeug für bestimmte Situationen in deiner Jugendarbeit?
Schreib uns gerne an jugend@alpenverein.at

