Spiele draussen für Herbst und Winter
Kategorie(n)
Bewegung & Spiele, Natur- und Sinnesspiele, Natur & Wildnis, Spiele mit Naturmaterialien, Landart,Pädagogische Grundlagen
Naturbeziehung stärken,Altersstufe
Alle,Gruppengröße
Kleingruppe (2-8),Setting
Unterwegs
Umgebung
Gelände mit Bäumen bzw. Wald
Dauer
variabel
Material
siehe Beschreibung
1. ast-mikado
material
Äste in einer Länge von 20 bis 30 Zentimeter, am besten eignen sich gerade gewachsene Äste.
Ablauf
- Halte die Äste wie einen Blumenstrauß aufrechtstehend fest - wenige Zentimeter über eine ebene Stelle - und lass sie dann los, so, dass sie kreuz und quer auf einen Haufen fallen. Nun kann das Spiel beginnen.
- Ziel des Spiels ist es, die Äste einzeln aus dem Asthaufen zu ziehen bzw. zu heben ohne dass sich einer der anderen Äste bewegt oder wackelt.
- Gelingt dir dies, darfst du den Ast behalten und auch gleich den nächsten Ast herausheben.
- Bewegt sich beim Herausheben einer der anderen Äste im Mikadospiel, lässt du den Ast sofort los und er bleibt dort liegen, wo er hinfällt. Die nächste Person ist an der Reihe. Wer die ruhigsten Finger hat und die meisten Äste aus dem AstMikado-Haufen herausnehmen konnte, gewinnt das Spiel.
variationen
- Falls ihr öfter mit denselben Ästen spielen wollt, lassen diese sich mit Schnitzmesser und Plakafarben wunderbar kreativ verzieren
2. FINDE DEN REGENBOGEN!
Hast du schon mal einen Regenbogen-Spaziergang gemacht? Nein? Dann auf geht’s! Im Herbst mit all der farbenfrohen Natur ist die beste Zeit dafür.
Ablauf
- Am Weg werden möglichst viele verschiedenfarbige Dinge gesucht, gefunden und mitgenommen. Das können Naturmaterialien wie Blätter, Blumen und Steine sein, aber auch Verlorengegangenes wie ein aus der Tasche gehüpfter Handschuh oder Hustenzuckerlpapier. Hauptsache, es ist kunterbunt und du hast es amWeg gefunden.
- Ziel ist es, am Ende aus allen Fundstücken gemeinsam einen Regenbogen zu legen. Mal schauen, wie groß er wird.
3. WIE DIE IGEL UND BLÄTTERREGEN
ablauf
- Um in eine andere Haut zu schlüpfen und dich wie ein Igel zu fühlen, brauchst du einen Ort mit vielen Laubbäumen, deren Blätter sich bereits bunt verfärbt haben und zu Boden gesegelt sind. Und am besten auch gleich noch ein paar Freund*innen, die mitmachen wollen.
- Tragt oder recht einen großen Laubhaufen zusammen. So groß, dass er dazu einlädt, sich gemeinsam in dieses Blätterbett zu legen.
- Wenn sich das gemütlich anfühlt und die erste Scheu überwunden ist, macht es einen Riesenspaß, im Herbstlaub zu wühlen und sich darin zu vergraben, genau wie die Igel, die sich ein kuschliges Winterlager in der welken Blätterpracht bauen.
- Anschließend könnt ihr, um wieder aus dem Haufen herauszukommen, Arme voller Blätter in die Luft werfen, sodass ein Blätterregen um euch herum entsteht.

4. BLINDE BAUMREISE
Sich auf eine Reise zu begeben, ist immer spannend. Bei dieser Reise geht es darum, sie im Team zu machen, zusammen zu planen, Entscheidungen zu treffen, einander zu vertrauen, gemeinsam Spaß zu haben und ans Ziel zu gelangen. Und all das blind.
vorbereitung
- Am besten eignet sich ein Gelände mit Bäumen bzw. Wald, der frei von Unterholz und anderen Stolperfallen ist. Oder ein Spielplatz.
- Von der Spielleitung werden Startplätze, ein Ziel und Zwischenstopps gewählt, mit Schleifen markiert und den Teilnehmenden gezeigt.
- Als Zwischenstopps und Ziel eignen sich markante Bäume, Baumstümpfe, Steinblöcke, Schneemänner oder Parkbänke und Gegenstände.
material
Augenbinden
ablauf
- Die Teilnehmenden haben Zeit, sich den Weg von den Startplätzen über die Zwischenstopps zum Ziel anzusehen und sich einen Plan zu überlegen, wie sie es schaffen, den Weg blind zu gehen, sodass sie alle gemeinsam im Ziel ankommen. Die Anzahl der Startplätze und Zwischenstopps hängt von der Anzahl der Teilnehmer*innen ab. An jedem Startplatz starten zwei Personen.
- Am ersten Zwischenstopp kommen dann vier oder sechs Personen zusammen (also zwei oder drei Startgruppen). Von dort geht es weiter zum
nächsten Zwischenstopp. An jedem Zwischenstopp wird die Gruppe größer, da zwei Gruppen am selben Zwischenstopp zusammenkommen. Die Gruppe,
die zum jeweiligen Zwischenstopp geht, darf nur gemeinsam als Gruppe von einem Zwischenstopp zum nächsten weitergehen. Eventuell kann es die Regel geben, dass die Teilnehmenden der einzelnen Gruppen die ganze Zeit in Berührung sein müssen. Am letzten Zwischenstopp kommen
dann alle Gruppen zusammen und gehen gemeinsam das letzte Stück Weg zum Zielpunkt. Damit nicht immer dieselben Personen in der Führungsrolle
sind, muss auf jeder Teilstrecke jemand anderer vorausgehen. - Sind die Teilnehmenden mit der Planung fertig, lassen sie dies die Spielleitung wissen und begeben sich jeweils zu zweit an die Startplätze. Die Spielleitung verteilt die Augenbinden. Auf ein Zeichen setzen alle Teilnehmenden die Augenbinden auf und starten ihre blinde Baumreise. Selbstverständlich werden
unter den Augenbinden auch die Augen zugemacht bis die gesamte Gruppe am Ziel angelangt ist. Die Spielleitung hat bei diesem Spiel die
wichtige Aufgabe, für die Sicherheit der Teilnehmenden zu sorgen. Daher unbedingt vor dem Spielstart einige Sicherheitsregeln ausmachen.
Zum Beispiel: Wenn „Freeze“ gerufen wird, sollen alle in ihrer Bewegung einfrieren. - Bei großen Gruppen bietet es sich an, mehr als eine sehende Spielleitung zu haben.
- Je nachdem wie gut geplant wurde, kommt die Gruppe beim ersten Versuch im Ziel an oder benötigt mehrere Versuche und Planungsphasen.
- Sind alle im Ziel angekommen, werden die Augenbinden abgenommen, es wird gejubelt und Reiseerlebnisse und Wahrnehmungen werden
ausgetauscht.
mit dank an
Mimi Renz, für das Verschriftlichen der Spiele.
Du hast Feedback, spannende Methoden, Spiele oder Übungen die du gerne teilen möchtest?
Du wünschst dir Werkzeug für bestimmte Situationen in deiner Jugendarbeit?
Schreib uns gerne an jugend@alpenverein.at

