Spiele & Naturerfahrung im Winter
Kategorie(n)
Bewegung & Spiele, Aktionsspiele, Natur- und Sinnesspiele,Pädagogische Grundlagen
Gemeinschaft fördern, Naturbeziehung stärken,Altersstufe
Alle,Gruppengröße
Flexibel,Setting
Zwischendurch
Umgebung
Draußen, teilweise schneeabhängig
Dauer
variabel
Material
Winterausrüstung & siehe Methode
Endlich Winter! Die weiße Pracht legt sich über unsere Landschaft und verwandelt die Natur komplett. Schnee ist wichtig für viele von uns. Mit unseren Kindern, Jugendlichen und Alpenvereinsgruppen verbringen wir im Winter schöne Tage draußen! Wir erkunden, erforschen und probieren aus. Neben Rodeln, Skifahren, Snowboarden, Schneeschuhwandern, Eislaufen, Langlaufen, gibt es noch so viele Spiele, die wir im Schnee gemeinsam erleben können.

1. Picasso im Schnee
Ablauf
- Alle Kinder werden in zwei Gruppen eingeteilt.
- Ein Kind wird zum Picasso ernannt und erhält von der gegnerischen Gruppe einen Begriff, welcher mit einem Ast in den Schnee gezeichnet werden muss.
- Nun versuchen die Mitspieler*innen der eigenen Gruppe, zu erraten, was gemalt wurde.
- Für jedes richtig erratene Bild gibt es einen Punkt.
- Welches Team erreicht als erstes zehn Punkte?
2. Fehler finden im Wald
Ablauf
- Beim Waldspaziergang wird ein kleines Gebiet als Spielfeld definiert. Wenn zwei Gruppen gegeneinander spielen, steckt jede Gruppe ihr eigenes Gebiet ab.
- Anschließend werden von dem/der Spielleiter*in zehn Gegenstände versteckt, die hier nicht hingehören.
Für kleinere Kinder könnte das ein Schal oder Spielzeug sein. Für ältere Teilnehmer*innen kleinere und unauffälligere Dinge. - Nun fällt der Startschuss zur Suche: Wer findet alle Fehler? Welches Team findet die Fehler zuerst?
3. Spurensuche im Winter
Material
- Eine Übersicht hilft dabei, die Spuren zu identifizieren.
Solch eine Hilfestellung zur Bestimmung der Tierspuren findet ihr zum Beispiel bei "Natur im Bild".
Ablauf
- den Teilnehmer*innen erklären, wonach gesucht wird: Jedes Tier hinterlässt einen typischen Fußabdruck im Schnee. Dieser wird auch Trittsiegel genannt und unterscheidet sich je nach Tier. Anhand der Form des Trittsiegels lässt sich meistens die Tierart bestimmen, die über den Schnee gewandert ist.
- Jede entdeckte Spur wird notieren: gemeinsam mit der Information, wer sie gefunden hat und um welches Tier es sich handelt.

beachtenswert
- Eine ganze Spur besteht aus einer Abfolge von Trittsiegeln. Auch bei den Spuren gibt es Unterschiede zwischen den Tierarten, denn nicht jedes Tier hat den gleichen Körperbau und läuft gleich. So unterscheiden sich Spuren zum Beispiel durch den Abstand zwischen den einzelnen Tritten.
- Die häufigsten Spuren im Schnee: Marder bzw. Wiesel, Fuchs, Waldmaus, Eichhörnchen, Feldhase bzw. Schneehase (höher oben), Rothirsch, Reh, Gämse (höher oben), Vögel z. B. Amsel.
- Schaut nicht nur auf die Spuren der Tiere, sondern achtet auch auf andere Hinweise, die sie hinterlassen haben. Sehr häufig findet man von Hirschen verfegte Äste oder abgenagte Zapfen von Mäusen oder Eichhörnchen. Wo viele Zirben wachsen, stößt man oft au Zapfen, deren Samen vom Tannenhäher herausgehackt wurden. Tiefe Löcher im Schnee können auf Nahrungsvorräte dieser Vögel hinweisen. Auch kann nach dem Kot von Rot- und Rehwild oder Füchsen gesucht werden.
4. tagesausklang
Nach dem Schneeschuhwandern, Spurensuchen und Fährtenlesen könnt ihr den Tag gemeinsam mit einem Abschlussspiel ausklingen lassen.
Material
Kerze & Jause
Ablauf
- Bau einer kleinen Mauer aus Schnee, dahinter wird eine brennende Kerze gestellt.
- Es gibt zwei Teams und jedes Team versucht, die Kerze mit Schneebällen auszulöschen.
- Das Team, dem dies zuerst gelingt, hat gewonnen.
- Danach gibt es eine gemeinsame Jause, dabei werden die Erlebnisse des Tages ausgetauscht.
beachtenswert
Schneeschuh- / Winterwandertouren finden in der Regel im lawinensicheren Gelände, also in Wäldern, auf Wiesen oder im flachen Gelände ohne Lawineneinzugsgebiet statt. Deshalb gehört die Lawinennotfallausrüstung hierbei auch nicht zum Standard. Sind wir mit Kindern unterwegs, müssen wir umso mehr darauf achten, dass wir in lawinensicherem Gelände unterwegs sind. Deshalb informieren wir uns vorab mittels Lawinenlagebericht über die herrschende Lawinensituation und befolgen unbedingt etwaige Wegsperrungen aufgrund von Lawinengefahr.
mit dank an
Bianca Somavilla, für das Verschriftlichen der Spiele.
Du hast Feedback, spannende Methoden, Spiele oder Übungen die du gerne teilen möchtest?
Du wünschst dir Werkzeug für bestimmte Situationen in deiner Jugendarbeit?
Schreib uns gerne an jugend@alpenverein.at

